Der M1 für die Gruppe 4 (GT)

Nie zuvor konnte ein Kunde ein rennfertiges Fahrzeug zum Zwecke des Motorsports direkt ab Werk erwerben. Für 150.000 DM konnte man einen Gruppe 4 BMW M1 erstehen, eine Saison kostete etwa 6mal soviel.

BMW M1 Gruppe 4 - Rahmenbau

Die Gruppe 4 Fahrzeuge entsprachen dem folgenden internationalen Reglement:

T-Wagen sind in kleiner Serie (400 Exemplare in 24 aufeinanderfolgenden Monaten) hergestellte Wagen mit mindestens zwei Sitzplätzen, die in ihrem äußeren Erscheinungsbild noch weitgehend dem Serienprodukt ähneln. Sie können mit dem Ziel verbessert werden, sie für sportliche Wettbewerbe geeignet zu machen. Die in diesem Zusammenhang erlaubten Änderungen sind im internationalen Automobil-Sportgesetz festgelegt.

Die Rennversionen wurden als Rohbau nach der Grundbestückung von ItalDesign zu den Tunern verbracht. Insgesamt waren es 48 Chassis die zu Rennfahrzeugen komplettiert wurden. Schnitzer und Heidegger erhielten insgesamt 4 Fahrzeuge. Die restlichen verteilten sich auf die Motorsport GmbH (Deutschland), Osella (Italien) und Ron Dennis (Großbritannien). Neben Weiterentwicklung, Test und Freigabe der Änderungen für die Tuner bestand die Aufgabe der Motorsport GmbH darin, die 5 Procars pro Rennen, die von den Formel 1 Piloten bewegt wurden, aufzubauen und für die Rennen bereitzustellen.

Der Gruppe 4 BMW M1 wog 1020 kg rennfertig. Damit lag er 50 kg über dem Mindestgewicht für die Gruppe 4. In der Procar Serie war das freilich egal, nicht jedoch auf den Rennstrecken, wenn es gegen Konkurrenz aus dem Hause Porsche oder Ford ging. Der BMW M1 galt als schwer beherrschbar wegen seines schmalen Grenzbereichs. Außerdem mußte dem hohen Gewicht beim Bremsen Tribut gezollt werden.

Marc Surer umrundete mit seinem Gruppe 4 BMW M1 die Nordschleife in 7:55,9 Minuten.

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