Technische Auslegung

Die Entwicklung des M1 war maßgeblich von Gesichtspunkten geprägt, die einen möglichst chancenreichen Renneinsatz erwarten ließen. Die Straßenversion war das Nebenprodukt. Dennoch wurde Wert darauf gelegt, eine Allgemeine Betriebserlaubnis (ABE) zu erlangen, damit die aufwendigen - und vor allem teuren - Einzelabnahmen für die straßentauglichen M1 vermieden werden konnten. Im Rahmen der ABE waren u.a. auch Crashtests gefordert. Diesem Kriterium ist es auch zu verdanken, daß alle M1 einen crashoptimierten Vorderbau erhielten.

Wichtige Kriterien, die im Lastenheft des Projekts E26 ausdrücklich unterstrichen wurden, waren:

  • Leergewicht: möglichst niedrig, um viel Spielraum für die im Rennsport festgelegten Hubraumgewichtsklassen zu erlangen
  • Gewichtsverteilung: traktionsfördernd, um den über 800 Renn-PS gerecht zu werden (ideal 50% Gewicht auf der Vorderachse)
  • Aerodynamik: kleinstmöglicher Auftrieb bei kleiner Stirnfläche und günstigem cw-Wert
  • Schwerpunkthöhe: niedrig (Rennsport) für hohe Querbeschleunigungen
  • Karosserie: schnell zerlegbar und variabel
  • Motor: Basis ist das Serien-Sechszylinder-Kurbelgehäuse
  • Radaufhängung: adaptierbar bei möglichst großer Variabilität

Vor dem Hintergrund dieser Kriterien wird klar, warum der M1 das erste, und bislang einzige, Mittelmotorcoupé von BMW wurde. Der Punkt Gewichtsverteilung war den Konstrukteuren sehr wichtig. Inzwischen hat BMW mit verschiedenen Serienfahrzeugen gezeigt, daß eine optimierte Gewichtsverteilung auch bei konventioneller Auslegung realisierbar ist. In einem Rennwagen jedoch, in dem kaum Zusatzaggregate schwerpunktgünstig verlagert werden können, ist eine Mittelmotorauslegung ideal.

BMW M1 Technik

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