1996 | 27. Internationales M1 Club Treffen | 05.09. - 08.09.1996 in Locarno (CH) | Fzge. 22 | Teiln. 40

Fliegen ist nicht schöner. M1 Fahren macht Spaß

Hans Marugg, Kurt Steiner und Günther Tauber riefen und viele kamen. 21 Mal das donnernde Motorengeräusch der Serien M1 über Basel bis zum Vierwaldstätter See. Besonders eindrucksvoll am Gotthard Paß, denn einige wollten nicht durch den Tunnel und gönnten sich die Serpentinen.

Viele der Teilnehmer waren schon am Dienstag nach Süden aufgebrochen und begrüßten am Donnerstag Nachmittag die ankommenden M1 Freunde bei strahlendem Sonnenschein über dem blauschimmernden Lago Maggiore mit einem Glas Tessiner Wein. Im Hotel Belvedere war in der Tiefgarage die Hölle los. Einige brachten ihre M1 noch auf Hochglanz, andere mühten sich mit dem Gepäck ab, aber alle genossen den herrlichen Blick über den geschichtsträchtigen See hinüber nach Ancona. Um 18:00 Uhr lud dann der Präsident zum Empfangscocktail auf die Hotelterrasse und die anderen Gäste des Belvedere wunderten sich, daß sich die M1 Fahrer nun mit Champagner zuprosteten. Sie wußten nicht, daß Kurt Steiner anschließend zum Fußmarsch in die Altstadt einlud. Und was sollte am Abend anderes auf dem Programm stehen, als ein zünftiges italienisches Restaurant. Als man gegen Mitternacht zum "Aufstieg" rüstete, hatte manch einer Orientierungsschwierigkeiten, aber es ging keiner verloren.

Am Freitag Morgen war dann schon um 6:30 Uhr für einige die Nacht zuende, denn die Abfahrt zur Antischleuderschule in Osogna stand schon für 8:30 Uhr auf dem Programm und schließlich mußte man ja auch noch ein zünftiges Frühstück zu sich nehmen. Dort in Osogna nahm der Leiter der Schule Unnus Th. Henrichs die Teilnehmer in Empfang und machte sie zunächst mit den Spielregel beim Schleudern mit den fremden Autos bekannt. Man teilte sich in vier Gruppen, denn man sollte Aquaplaning und fahren mit der Spinne praktizieren. Auch die Damen hatten ihre Chance und dabei sehr viel Spaß. Gegen Mittag wurden die Kursteilnehmer durch ein unerhört lautes Motorengeräusch aufmerksam und einige meinten: Vielleicht ist das James Bond, der hier mit seinem Helikopter zwischen die M1 Armada einschwebt. Dem war nicht so. Es war der Lastenesel der Baufirma, die hochoben in den Bergen einen Staudamm errichtet und ihr Baumaterial per Helikopter transportieren mußte. Nach der Showeinlage ging es zum Grotto Angela, zum typischen Tessiner Mittagessen und danach stand ein Abstecher ins Verzascatal mit dem Besuch der größten Staumauer Europas (James Bond BMW Z3 Film) auf dem Programm und viele wunderten sich dort, daß es Leute gibt, die sich kühn an einem Bungeeseil in die Tiefe stürzen, wie es James Bond in dem Film "Golden Eye" getan hat. Nach der Rückkehr zum Hotel wickelte man die Mitgliederversammlung ab. Einige Mitglieder im Vorstand verabschiedeten sich und neue wurden gewählt. Das gemeinsame Abendessen nahm man diese Mal im Hotel Belvedere ein.

Wieder mußte man früh zu Bett, denn die Abfahrt mit den M1 zum Militärflugplatz Ambri (60 km entfernt) war für 8:30 Uhr vorgesehn. Um 9:15 Uhr war vor der Flugzeughalle Fahrerbesprechung. Man erfuhr, daß für den Rennslalom ein gezeiteter Trainingslauf und zwei Rennläufe vorgesehen waren. Fast nicht zu glauben, wie die M1 Piloten in der herrlichen Alpenkulisse aufs Gaspedal traten. Es qualmte und quietschte und manchmal wurde die Rennatmosphäre unterbrochen, weil wieder einmal ein Flugzeug starten mußte, das dann die Rennstrecke kreuzte. Nach Ende der Veranstaltung auf dem Militärflugplatz fuhren einige zurück zum Hotel, andere fuhren weiter in das Tal hinein und alle hatten ihre Freude. Am Abend ging es dann in ein typisch Tessiner Grotto mit rustikalem Nachtmahl, natürlich nach tessiner Art und Harmonikaklängen. Man staunte nicht wenig, als plötzlich der frühere Technikvorstand der BMW AG, Herr Koch, mit seiner Frau am Nebentisch Platz nahm. Er wohnt jetzt in Locarno und ließ es sich nicht nehmen die Teilnehmer im Tessin willkommen zu heißen. Der Präsident bedankte sich bei Kurt Steiner, dem Gesamtorganisator Alexander M., BMW AG Schweiz und dem Organisator des Rennens Renato Dotta, Rass B. für die Unterstützung und kam dann zur Siegerehrung. Martin W.-P. belegte den dritten Platz und der Allround Sportler Markus Baumgartner seines Zeichens Dauerradrennfahrer (Guiness Buch der Rekorde) belegte den zweiten Platz und der schnellste war wieder einmal, wie schon so oft Günther Tauber, der Sportwart des M1 Clubs. Gegen Mitternacht kam dann auch endlich der Bus der Verkehrsbetriebe und brachte die M1 Gesellschaft wieder zum Hotel.

Am Sonntag Morgen mußten einige ganz früh schon aufbrechen, weil sie den weiten Weg nach Hause an einem Tag zurücklegen wollten. Sie verabschiedeten sich mit einem Auf Wiedersehen in Berlin im nächsten Jahr und vielleicht bei der Dreiländerfahrt Deutschland/Saarland/Luxemburg im Herbst 1997.

Text: Harry Scheller

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